Reflexionen zum Bruch I und II
Erscheinungsdatum: Herbst 2027
Reflexionen zum Bruch I und II. »Reflexionen zum Bruch« ist ein Projekt, das aus heutiger Sicht in zwei Publikationen den Fragen nachgeht, aus denen sich eine Minderheit Ende der sechziger/Anfang der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts zum bewaffneten Kampf für eine revolutionäre Umwälzung der bestehenden Verhältnisse entschieden hatte.
Ab Mitte der Sechziger Jahre war weltweit Befreiung, die sich als soziale, als antikoloniale, als antiimperialistische definierte, in irgendeiner Form immer mit der Aufnahme des bewaffneten Kampfes verbunden. Der bewaffnete Kampf kündigte den bis dahin gültigen Zustand der Gesellschaft radikal auf und setzte die Widersprüche als unüberbrückbaren Gegensatz. Auch in den Metropolen des westlichen Systems entwickelte sich ein bewaffneter Kampf, so in Japan, in den USA und in Westeuropa. Nichts anderes als die Frage der Revolution wurde aufgeworfen.
In der BRD entstand vor 50 Jahren die Rote Armee Fraktion: für die einen ein revolutionäres Projekt, für die anderen nichts als Terrorismus gegen einen Staat und eine Gesellschaft, an der für sie nichts Wesentliches anzugreifen war.
Über den Autor
Karl-Heinz Dellwo gehörte zu den Akteuren der RAF und zählt zu den wenigen, die seit Jahrzehnten versuchen, einen Begriff von der Sache zu entwickeln. Heute arbeitet er als Autor, Verleger und Filmemacher.
(Hinweise auf Filme, Aufsätze und Publikationen: www.bellastoria.de)