Hans Lebrecht, geboren am 8. November 1915 in Ulm, zählt zu den Widerstandskämpfern gegen den Nationalsozialismus. Als jüdischer Kommunist reiste er 1937 nach Palästina und kehrte mit einem Palästina-Pass nach Deutschland zurück, wo er Kurierdienste für die illegale KPD übernahm. Mit Haftbefehl gesucht, ging er erneut nach Palästina. Dort war er zunächst Mitglied der palästinensischen KP, später, nach der Staatsgründung Israels, der israelischen KP.
Lebrecht arbeitete als Journalist und saß zweimal im Gefängnis: 1940 im britischen Zentralgefängnis in Palästina als Mitglied der palästinensischen KP, 1978 in Israel unter der Anschuldigung, ein Spion der PLO zu sein. Er engagierte sich gegen die Remilitarisierung der Bundesrepublik Deutschland, setzte sich Zeit seines Lebens als Friedensaktivist für eine Zweistaatenlösung ein und war Vorsitzender des Verbandes der Antifaschisten und Opfer des Faschismus in Israel sowie zeitweise Vizepräsident der Internationale der Widerstandskämpfer F.I.R.
Hans Lebrecht starb am 24. September 2014 im Kibbuz Beit Oren in Israel. Teile der hier vorliegenden Autobiografie erschienen bereits 2007 unter dem Titel »Gekrümmte Wege, doch ein Ziel« im Ulmer Verlag Klemm & Oelschläger.